6 Tipps gegen Langweile! Für mehr Freunde.

Langweile. GÄHN.

Warum? Wieso Langeweile? Ich verrate Dir, alles über Langweile + 6 Tipps gegen Langweile. Ich erkläre Dir, wie Du DAUERHAFT weniger Langeweile und mehr Freunde im Leben empfindest.

Was ist Langeweile?

  1. Verstehe, was Langweile ist
  2. Kille Langweile mit den 6 Tipps gegen Langweile

Langeweile ist ein Gefühlszustand, der eine Person empfindet, wenn diese nichts zu tun hat.

Langeweile ist auch bekannt als Kabinen-Fieber. Andere Worte, welche viele mit Langeweile in Verbindung bringen, sind Eintönigkeit, Monotonie, Gefühl der Untätigkeit, innere Leere und Ennui.

Es gibt zwei Arten von Langeweile:

  1. Zerstörende Langweile verursacht, dass z. B. Jugendliche aus Langweile zu Vandalismus neigen und Dinge zerstören
  2. Aktive Langweile führt zu mehr Kreativität  (Kate Hollowood, 2019)

Wenn Du eine Strategie suchst, mit der Du die Langeweile bekämpfen möchtest, rate ich Dir die freien Zeiträume mit sinnvollen oder angenehmen Aktivität zu füllen.

Eine Quelle der Inspiration ist meine kostenlose App „Stop2Bore“ mit 1000+ Ideen, Orten und Events in Deiner Umgebung. Diese kannst Du im Google Play Store downloaden kannst oder über den Browser nutzen (PWA).

Warum ist Mir langweilig? – Ursachen

Wenn keine konkrete Aufgabe ansteht oder Du lustlos auf Deiner Couch vor Dir hin chillst, ist der sehr wahrscheinlich langweilig.

Langeweile entsteht nicht nur das Nichtstun:

Ich langweile mich!

Max Mustermann, sonntags zwischen 12 und 19 Uhr, beim Couchsurfing

Wenn Dir bei Deiner Arbeit langweilig ist, dann musst Du gerade monotone Aufgaben erledigen. Diese sind geprägt von wiederholende Prozessen und Aufgaben.

Meine Top 5 der Super-Langweile-Aufgaben sind:

  • Rechnungen nach dem ABC sortieren
  • Steuererklärung machen
  • 1000 Blätter kopieren und scannen
  • Theodors Fontanes „Schimmelreiter“ lesen

Langweile kann bei Aufgaben entstehen, welche Du nicht 100 % Konzentration ausführen musst (Shallow Work nach Newport). Wenn Du einer Aufgabe 100 % Deiner Energie, Motivation und Aufmerksamkeit widmest, dann befindest Du Dich im „Flow“, welches viele als das (positive) Gegenteil der Langeweile benennen.

Flow – Zeit vergessen und Freunde haben

Der „Flow“ ist der Geistes-Zustand, bei der Du mit maximaler Konzentration und Engagement in eine Aktivität / Aufgabe versunken bist.

Das hört sich etwas übertreiben an. Aber ein Flow Zustand kann in verschiedenen alltäglichen Szenarien unbemerkt auftauchen:

  • bei einer intensiv, fröhlichen Unterhaltung mit Deine(m/r) Freund/in
  • beim Joggen durch den Wald
  • bei der Arbeit in Deinem Lieblingsprojekt
  • bei Kochen und Backen Deines Lieblingsgerichts

Du merkst erst im Nachhinein, dass Du Dich in einem Flow befunden hast, weil Du bei der Aktivität die Zeit vergisst.

Erst nachdem Du die Aktivität beendet hast, bemerkst Du auf einmal, dass Du extremen Hunger oder Harn-Drang hast, weil Du so in die Aufgabe vertieft warst.

Das Ziel des Beitrags ist es Dich von der Langeweile in den Flow-Zustand zu versetzen.

Schneller gelangweilt? – Extro vs. Intro

Psychologen sortieren die emotionale Erregbarkeit eins Menschen auf einem Spektrum zwischen extrovertiert (Gespräch suchend, offen) und introvertiert (zurückhaltend, ruhig) ein.

Viele Introvertierte lieben die Stille, das Alleine sein, Hobbys in einer ruhigeren Umgebung und intime Gespräche mit dem besten Freund oder Freundin.

Viele Extrovertierte lieben es zu reden, ihre Meinung deutlich klarzustellen, die Gesellschaft in großer Runde, aufregende Festivals, gigantische Event mit möglichst viel Action aller Art.

Das unterscheidet Extros – Intros?

Wie schon aus der Beschreibung hervorgeht, sind Introvertierte weniger schnell gelangweilt.

Der Grund dafür sind, dass diese weniger Stimulation (in Form von Unterhaltung) brauchen, um sich wohl zu fühlen. Ein Besuch in einen beleben Café kann für eine Introvertierten ein richtiges Erlebnis sein, während der Extrovertiert im gleichen Cafe vor Langweile einschläft.

Wann war es am langweiligsten? – Früher oder heute.

Als die Referenz für unseren Rückblick nehmen wir die Jahre in der Industriellen Revolution (in Deutschland Anfang des 19. Jhd.).

In dieser Zeit wandelte sich die deutsche Nation von einem landwirtschaftlich geprägten Staat zu einem (schwer-)industrielles Land mit Kohle, Stahl und vielen Spinnmaschinen um.

Viele Bürger arbeitet in den düsteren und dreckigen Fabriken bis zu 16 Stunden am Tag (6 Tage in einer Woche).

Zu den 16 Stunden kommen die Zeiten zum Pendeln und die typischen Haushaltsaufgaben wie Putzen, Kochen und Waschen. Wer mehr als 4 Stunden schlafen konnte, sollte sich als ein glücklicher Mensch schätzen. „Langweile“ und die Zeiten mit „Leerlauf“ sind für die meisten Menschen in der Zeit der Industriellen Revolution Fremdworte gewesen.

Heute arbeiten die meisten Angestellten 8 Stunden pro Tag, pendeln im Durchschnitt 40 Min und haben 1-2 Stunden pro Tag an Haushaltsaufgaben zu erledigen.

Da bleibt noch viel Zeit für Langweile.

Wenn Du Dich langweilst, kannst Du dankbar für den Luxus des Alltags sein.

Meine 6 Tipps gegen Langweile und mehr Freude

Im folgenden Abschnitt möchte ich Dir zeigen, wie Du dauerhaft weniger Langweile in Deinen Leben empfinden musst und gleichzeitig mehr Freude und Sinn verspürst.

Falls Du Dir nur kurzfristige Langeweile vertreiben willst, dann habe ich für Dich eine Liste von Ideen in der App Stop2Bore zusammengefasst.

Bitte bereithalten für die praktische Übung für die Umsetzung der Tipps gegen Langeweile (Digital oder Anlog)

  • 1x Wochenkalender mit genügend Platz zum Schreiben
  • Leerere Blätter nach Belieben zum Brainstorming
  • Deine Schreibwerkzeuge

#1 Vision erstellen

Der erste Schritt für die Tipps gegen Langeweile hört etwas übertreiben an.

Aber das Endergebnis verbessert sich, wenn Du am Anfang Dir Gedanken über Deine Traum-Woche gemacht hast.

Zur Inspiration kannst Du die Biografien von berühmte Persönlichkeiten lesen und zurückbesinnen. Vielleicht findest Du typische Tagesabläufe, Routinen, Sportarten oder Hobbys, die Dich begeistern können.

Stelle Dir den Ablauf, Regeltermine und Treffen Deiner optimalen Woche vor.

#2 Interessen sammeln

Genügend geträumt!

Sammele alle Deine Ideen und Änderung zusammen.

Nutze kreative Techniken wie Mind Mapping, Brainstorming oder ABC-Ergänzungen, um den Ideen zu verschriftlichen.

Erst wenn die Gedanken auf Deinem Blatt stehen, kannst Du bewerten, ob die Ideen realistisch und interessant sind.

„Verrückte“ und „überzogene“ Ideen sollten dabei nicht zu kurz kommen. Im Schritt 6 kannst Du immer noch Deine Meinung ändern, wenn Die Idee nicht passend ist. Folgende Fragen können Dir helfen:

  1. Was wolltest Du schon immer tun?
  2. Was hast Du als Kind getan und würde mir heute immer noch Spaß machen?
  3. Was machen meine Freude?
  4. Was machen meine Vorbilder in der Freizeit?

#3 Freie Zeiträume feststellen

Nehme im dritten Schritt einen Wochenkalender zu Hand. Trage alle Deine Arbeitszeiten mit Deinen realistischen Anfahrts- und Abfahrtszeiten (Staus und Verspätungen) ein.

Denke daran, auch alle Dein Haushaltsaufgaben wie der Wocheneinkauf, Putzen, Wäschen und Kochen einen festen Zeitrahmen zu geben.

Im nächsten Schritt trage mit Bleistift die wöchentlichen fixe Termine wie Behandlungen oder schon vorhandene Sportstunden ein. Zuletzt fehlen noch die Schlafenszeiten.


Der übrige Platz nennt sich „Freizeit“.

#4 Aufteilen in Fixe- und Variable-Freizeitaktivitäten

Priorisiere alle die gesammelten Ideen:

  • Was ist Dir wichtiger?
  • Was kann in die ferne Zukunft verschoben werden? 
  • Was schwirrt Dir schon am längsten im Kopf herum?

Im zweiten Schritt kategorisiere in Hobbys und Aktivitäten, die mit einem fixen Zeitpunkt verknüpft sind und Aktivitäten, die jederzeit ausüben kann.

Fixe AktivitätenVariable Aktivitäten
Vereins(sport) mit festen Anfangs- und EndzeitenLesen, Rätsel, Bildung
Treffen mit einer GruppeMalen, Zeichen, kreative Hobbys
Hobbys mit „Öffnungszeiten“ z. B. Billard spielen, Kegeln, BowlingUmsetzung von Bauprojekte

#5 Zukunft-Wochplan ausarbeiten

Plane die Aktivitäten Idee für Idee in Deinen Wochenplan ein.

Beginne mit den fixen Terminen und streue die variablen darum. Natürlich solltest Du überlegen, ob Du einen abgesteckten Zeitrahmen für Faulenzen, Smartphone und Co einplanen möchtest.

Mache Dir eventuell Kopien von Deinem Plan, um verscheiden Modelle miteinander zu vergleichen. Denke über folgende Fragen nach

  1. Will ich morgens Sport machen und lieber später zur Arbeit gehen?
  2. Mit welchen Menschen möchte ich meine Freizeit verbringen?
  3. Wo plane ich meine „Nur-für-mich“-Zeit ein?

#6 Aktionen starten

Damit Du Den auf Papier geplanten Wochenplan umsetzen kannst, muss Du in den nächsten 72 Stunden die ersten Schritte wie „Anmeldung ausfüllen“ und „über XY informieren“ tätigen, sonst kannst Du den Wochenplan wegwerfen.

BONUS: Wichtige Tipps gegen Langeweile zum Schluss

  • Gehe Dein Programm langsam an.
    Um eine dauerhafte Änderung zu vollziehen, beschränke Dich auf eine Änderung pro Monat. Sonst fällst Du schnell zurück.
    Jeder Mensch muss sich erst an die neue Aktivität gewöhnen und entscheiden, ob Ihm / Ihr, das gewählte wirklich guttut.
  • Überplane Dich nicht. Ein 70 % ausgefüllter Plan sind vollkommend ausreichen, da …
    • … Kollisionen wahrscheinlicher sind und
    • … keine Freiräume für Unvorhergesehenes und Überraschungen bleibt.

BONUS 2: Für alle, die starre Pläne hassen

Wenn Du ein Verfechte eines starren Terminplans bist, dann erstelle einen flexibleren Plan:

Trage nur die absolut notwendigen fixen Termine ein (Vereinsport, feste Treffen mit anderen) und die restliche Zeit nutzt Du eine „Freizeitliste

Schreibe die Top 15 Aktivitäten auf eine Liste, hänge Sie in der Wohnung gut sichtbar auf und lasse den Zufall entscheiden, was Du nun tun möchtest.

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